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Wir ersticken im Müll.

Natürlich wissen wir das. Wir sehen und hören das fast jeden Tag in den Nachrichten und in vielen Fernsehbeiträgen.
Das Thema müsste uns aufschrecken, uns sensibilisieren, um Verantwortungsvoll mit dem allgegenwärtigen Müll umzugehen. Doch weit gefehlt. Selbst in der Politik ist das Thema nicht wirklich angekommen. Leider muss man sagen, denn immer wieder wird auf Zeit gespielt. Zeit haben wir jedoch nicht, denn mit jedem Tag, ja mit jeder Stunde verschlimmert sich das Problem. Der Anteil an Plastik und Elektroschrott sind dabei nur ein Beispiel von vielen. Diese jedoch begleiten unseren Alltag und fordern ein totales Umdenken. Was wir wegschmeißen ist nicht weg. Es wurde nur von A nach B gebracht, um an anderer Stelle unsere Umwelt und im besonderen Maße die Gesundheit von Millionen Menschen zu gefährden. Ja wir alle setzen uns einer Gefahr aus, die eventuell sogar unser Erbgut belasten kann. Sehr wahrscheinlich sogar, den Fortbestand der Menschheit in Frage stellt. Nehmen wir das Beispiel Atommüll. Keiner weiß auch nur andeutungsweise der Menschheit zu erklären, wohin dieser Jahrtausend-Müll nachhaltig und für alle Zeiten entsorgt werden kann. Aber mit großem Aufwand wird weiterhin für neuen Müll gesorgt. Gibt es vielleicht einmal eine kritische Masse, die der zukünftigen Menschheit um die Ohren fliegt?


Hilf dir selbst, so hilft dir Gott. Dieser Bibelspruch gilt nicht mehr. Was jeder für sich selbst tun kann, wird durch anders denkende infrage gestellt. Wo soll Gott hingucken, zumal es viele Menschen gibt, die sich von Gott abwenden? Gott wird immer dann gebraucht, wenn es zu Großen Tragödien kommt. Dann sind die Kirchen voll. Darunter sind auch jene, die Gott als das ablehnen, was nur durch den Glauben zu erklären ist. Wenn wir dem Bibelspruch folgen wollen, dann ruft dieser Spruch auch nach Gemeinsamkeiten im Kampf nach einer besseren Welt.

Fangen wir beim Müll an.
Schon beim Einkaufen kann jeder mitentscheiden, ob und wie er der Umwelt zu Liebe von Produkten Abstand nimmt, die kostenintensiv zu entsorgen sind. Plastikverpackungen und Plastiktragetaschen gehören dazu. Ein Blick in unsere Badezimmer sollte uns deutlich machen, was alles an Müll dieser Art zu vermeiden wäre. Plastik in allen Farben und Formen. Alles um unsere Kaufabsicht zu fördern. Wir sollten uns beim Einkauf Zeit nehmen. Hier haben wir alle Möglichkeiten nach dem Prinzip Müllvermeidung einzukaufen. Wenn wir an der Kasse stehen entscheiden wir, greifen wir zu einer Plastiktragetasche oder nehmen eine Tragetasche, die für folgende Einkäufe immer bereitstehen sollte.
Rewe, der zweitgrößte Lebensmittelhändler Deutschlands, zeigt uns wie das geht. Ab sofort und nicht erst in einigen Jahren, wie es die Politik einplant, gibt es hier ab August 2016 nur noch Tragetaschen, die man beim nächsten Einkauf wieder benutzen kann, oder aber die Umwelt bei der Entsorgung nicht belasten. Es ist mehr als erstaunlich, was diese Maßnahme bedeutet.

Jährlich werden 140 Millionen an Plastiktüten weniger auf dem Müll landen. 140 Millionen, die Flüsse und besonders unsere Meere nicht mehr langlebig belasten. Schon jetzt sind die Meere mit Plastikmüll übermässig belastet. Wir müssen uns in Erinnerung rufen, dass besonders Müll im erheblichen Maße mit Giften und anderen Altlasten kontaminiert ist. Dazu gehören auch die Weichmacher, die bei der Fertigung dieser Produkte benötigt wurden, uns aber am Ende der Nahrungskette auf den Tellern landen. Plastik und anderer Unrat sammelt sich an den Küsten an. Nicht schön anzusehen, und zum Teil auch gesundheitsschädlich. Landet der Plastik jedoch in den Weltmeeren, wie in den Atlantik und im Pazifischen Raum verdichtet sich dieser Müll in unvorstellbaren Ansammlungen. Man schätzt die Menge auf ca. 100 Millionen Tonnen. 9 Millionen Tonnen jährlich werden so immer wieder neu diesen Gebieten zugeführt. Schon jetzt spricht man von 20 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr Sonne, Wind und Wellenbewegungen zermahlen diese in langlebigen Prozessen zu kleinsten Teilchen, die dann nur noch unter dem Mikroskop nachgewiesene werden können. Aber sie sind da und werden über die Nahrungskette frisch auf unserenTellern serviert. Was das für unsere Gesundheit bedeuten kann, ja muss jeder für sich selbst beantworten. Abschließend sollten wir uns zur Regel machen: Jede Tonne Müll ist eine Tonne zu viel. Wir würden dadurch Energie einsparen, die Umwelt schonen, der Natur ein schöneres Aussehen verleihen und auch den Tieren mehr an Aufmerksamkeit schenken. Die Vielfalt unserer Meeresbewohner ist bedroht.

Wir warnen schon über einen längeren Zeitraum vor drastischen Veränderungen im Bereich Klima, Natur und Umwelt. Seit vielen Jahren finden Sie deshalb auf unserer Seite auch den Link zum Alfred Wegener Institut. Hier finden Sie alle Informationen über Forschungsergebnisse u.v.m. in Wort und Bild. Unverfälscht, so wie Mitarbeiter vom Alfred Wegener Institut Ihre Forschungsarbeiten zusammentragen. Klicken Sie hier