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Was versteht Erdogan unter Demokratie?

Keine Regel ohne Ausnahme. Die Ausnahme ist Erdogan. Nach diesem Prinzip verfährt Erdogan. Weit entfernt von demokratischen Gepflogenheiten vertritt er die Ansicht, dass Alleinherrschaft nur eine andere Art Demokratie ist. Das kommt doch irgendwie bekannt vor. Seine Säuberungspolitik zielt darauf ab, jegliche Art von Opposition  auszuschalten. Jetzt benutzt er den Militärputsch als Feigenblatt, um durchgreifend sämtliche, auch vermeintliche Gegner seiner Politik für immer mundtot zu machen. Sollte Erdogan noch einen Schritt weitergehen und die Todesstrafe einführen, hat er endgültig die Stufe eines Diktators erklommen. 


In der Türkei sind 2 Journalisten bekannt, die gewisse Machenschaften im Zusammenhang mit der IS aufgedeckt haben wollen. Es wäre ratsam diese Personen nach Den Haag vorzuladen, um die Hintergründe ihrer sogenannten Vergehen zu ergründen. Es ist wohl zu vermuten, dass diese Befragung nicht stattfinden wird.

Zu groß ist die Gefahr für Erdogan und seine Politik, dass Wahrheiten zu Tage treten, die ihn für immer belasten würden. Wir sollten uns daran erinnern, dass er in diesem Zusammenhang sogar oberste Richter entlassen hat. Auch diese Richter sollten befragt werden. Wenn sich der Tatbestand erhärten sollte, dass der Türkische Geheimdienst Waffen an den IS geliefert hat, um die Kurden  in Syrien zu bekämpfen, so darf man wohl behaupten, dass Erdogan der Drahtzieher für die zahllosen Flüchtlinge aus Syrien ist. Mit Erdogan ist die Neuausrichtung der EU schwerlich vorstellbar. Man sollte sich mehr den Griechen zuwenden und Erdogan unter strenger Beobachtung stellen. Am Bosporus entscheidet sich das Für und Wider der Europäischen Union. So wie es jetzt den Anschein hat, wird der Konflikt sehr bald die Grenzen der Türkei überspringen.