Unsere Erde - Unser Leben.

Wir sind Erdenbürger auf Zeit. Immer auf Abruf, wenn unsere Zeit gekommen ist. Jeder Mensch, jede Generation über alle von Menschenhand geschaffenen Grenzen hinweg, ist Teil eines Schicksals, welches im Unbekannten liegt. Wir wissen weder woher wir kommen, noch wohin wir am Ende eines Lebens gehen. Von Geburt an trägt jeder Mensch ein Erbgut in sich, welches in vielerlei Hinsicht von der Umwelt, besonders den Mitmenschen geprägt wird. Für unsere Erde ist es von grosser Wichtigkeit, wie jeder seinen Lebensweg gestaltet. Leider ist es so, dass jedem Menschen der Gedanke an die gemeinsame Verantwortung zum Wohle unseres Planeten, nicht in die Wiege gelegt wurde.

Seit den letzten Einhundert Jahren befrachten wir unseren Erdball mit immer grösseren Errungenschaften. der sogenannten zivilisierten Welt. In einer derartigen Welt zu leben, ist uns leider nicht vergönnt. Zu unterschiedlich ist unser Verständnis von einer echten Lebensgemeinschaft. Das Gegenteil ist der Fall. Wir teilen uns auf in Nationen, die sich wieder aufteilen, bis hin zu Dorfgemeinschaften. Wir sprechen von Stadt- und Landbevölkerung. Sogar unsere Glaubensrichtung kann unterschiedlicher nicht sein. Haben wir Nachkommen von Adam und Eva jeweils von einem anderen Apfel gegessen? Wie sonst lässt sich der Zwiespalt in unserer Weltgemeinschaft erklären. Irgendwo auf unserer Welt streiten sich Menschengruppen, die bis zu Kriegshandlungen führen. Immer wieder sterben dabei Menschen, die gerne noch gelebt hätten. Traurig jedoch ist, dass es immer wieder Menschen gibt, die Kriege verherrlichen und neue herbeiführen.

Es gibt so viel Nützliches zu tun. Zum Beispiel könnten wir die Kluft zwischen Arm und Reich verringern. Es macht doch wirklich keinen Sinn, den Reichtum eines Einzelnen  ins Unermeßliche zu steigern. Es macht auch keinen Sinn, wenn man nur auf Kosten von Minderheiten lebt. Leben und Leben lassen sollte zu unserer Maxime werden. Blicken wir  einmal auf die vielen Menschen, die über unseren Erdball verteilt, für einen Hungerlohn arbeiten müssen, damit wir in einer Art Kaufrausch leben dürfen. Wir könnten mehr an Lebensqualität gewinnen, wenn wir einmal über Gerechtigkeit nachdenken würden. Zwangsläufig würde uns  auffallen, wie ungerecht und unsozial wir uns verhalten. Das betrifft nicht den Einzelnen, denn der ist machtlos. Nur wenn wir uns auf vielen Gebieten solidarisch verhalten, könnten wir mehr Arbeitsplätze schaffen und für einen gerechten Lohn einstehen. Dazu müssten wir nur unser Kaufverhalten ändern. Da ist jeder Einzelne gefragt.
Viele Menschen mit Behinderung machen uns vor, dass es immer wieder einen Weg gibt, den es sich lohnt zu begehen. Manche sogar, wachsen über sich hinaus und leisten Unvorstellbares. Wir sollten uns immer vergegenwärtigen, dass es einen von uns treffen könnte. So müssen wir uns bemühen, dass auch Behinderte ein Teil von uns sind.

Das Leben in der Stadt und besonders in einer Megastadt bringt uns viele Vorteile. Jeder für sich kennt sie und will nicht darauf verzichten. Die Nähe zur Natur geht dabei sehr oft verloren. Man sollte sich einmal fragen, wie abhängig man sich macht. Viele verborgene Talente eines Menschen gehen verloren, nur weil diese niemals gefördert wurden. Die Städte sind eine Art Kokon für uns. Das Leben ausserhalb ist mehr fremd als gewohnt. Der schnelle Einkauf im Supermarkt fehlt dann und manche Bequemlichkeit auch. Dabei hat doch die Natur so viel mehr zu bieten. Wer die Kräfte der Natur schätzt wird immer wieder überrascht sein, wie reichhaltig ihr Tisch gedeckt ist.

Mit und für die Natur leben, kann Leben retten.
Von der Natur lernen, kann jedoch zu neuen Einsichten führen, die unser Leben im positiven Sinne verändern.