Man kann, aber will nicht

Das ist die Crux in unserer Gesellschaft. Wir sind bereit zu handeln. Doch die Wirklichkeit überrollt uns. Warum ist das so? Wir lassen uns nicht wirklich begeistern. Der Alltag klebt an unseren Füßen.
Wir sind schwerfällig geworden. Früher schauten wir von links nach rechts. Heute nehmen wir uns dazu keine Zeit mehr. Früher lebten wir in einer Grossfamilie. Vieles wurde beredet und oft ergaben sich daraus neue Ideen, die man in den Alltag einbringen konnte. Heute haben wir uns mehr oder weniger dem Zeitgeschehen unterzuordnen. Von morgens bis abends ist die Zeit verplant. Wo gibt es noch genügend Raum um gemeinsame Gedanken reifen zu lassen? Das abendliche Fernsehen bestimmt zunehmend die Gestaltung unseres Feierabends. Das gemeinsame Gespräch kommt dabei zu kurz. Besonders in der Familie werden Probleme des Alltags immer weniger besprochen. Dabei wäre es notwendig, auch mal über das Gemeinsame zu sprechen.
Wichtig wäre z. B. über die gemeinsamen Mahlzeiten zu reden. Nicht über die Arbeit reden, sondern Wünsche einbringen, wie man den kommenden Tag gestaltet.

Was wäre, wenn wir wollten was wir könnten?
Nun dann wäre die Gemeinschaft in jedem Fall besser aufgestellt. Wir würden nicht nur reden, sondern auch zuhören, was uns im grossen Maße verloren ging. Jetzt, da der Coronavirus das Tagesthema beherrscht, müssen wir feststellen, dass die globalisierte Welt für uns auch wesentliche Gefahren aufzeigt. In kürzester Zeit befällt der Virus unsere Weltgemeinschaft. Flugzeuge oder Schiffe werden zum Risikofall, den Virus in die Welt zu tragen. Wir müssen uns freimachen im Überfluss zu leben. Es darf auch nicht sein, dass die Qualität hinter dem Preis bleibt. Massenware und Konsum verändern unser Kaufverhalten. Das aber hängt von unserem Willen ab. Es muss uns wieder wichtig werden in Zusammenhängen zu denken. Nur so könnten wir unser Kaufverhalten ändern. Die grossen Gewinner wären unsere Natur, die Umwelt und wir selbst.