Die Natur und Du.

Sind wir das - Mit der Natur auf Du und Du? Wir sind ein Teil der Natur, ihr Schöpfer sind wir nicht. Wir meinen die Natur zu beherrschen, doch in Wirklichkeit sind wir den Gesetzen der Natur unterworfen. Je mehr wir das akzeptieren, je mehr begreifen wir auch, wie einzigartig diese ist. Die Natur kennt keinen Anfang und kein Ende.  Wir leben in und mit ihr in einer partnerschaftlichen Symbiose. Doch wollen wir das? Eine Partnerschaft sieht anders aus. Wir betrachten die Natur mehr und mehr wie ein Aktienpaket, welches man beliebig den eigenen Wünschen anpassen kann. Begreifen wir endlich: Die Natur gibt und wir nehmen. Auffallend ist, dass wir mehr nehmen als die Natur uns auf natürlichem Wege zu geben in der Lage ist. Gewissermaßen plündern wir unseren Garten Eden schamlos und besitzergreifend aus.

Wir plündern die Meere. Was wir ihnen zurückgeben sind  Müll ohne Ende, kontaminiert mit einem Chemiecocktail aus unserer sogenannten zivilisierten Welt. Das ist nicht wenig und mit jedem Tag steigt die Belastung durch all die Erzeugnisse, die wir in unserem alltäglichen Leben als so überaus nützlich betrachten.

Unsere Denkweise hört da auf, wo wir diese am meisten gebrauchen sollten. Beim Konsum folgen wir den Lockrufen der Produzenten und genau die schauen auf das was wir konsumieren. Wir leben in einem Massenwahn von Superlativen. Alles muss schnell verfügbar sein, in großen Mengen und besonders billig. Gemeint ist nicht preiswert, denn das wäre ja nicht verwerflich. Nein billig, damit man sich wirklich alle Wünsche erfüllen kann. Wir sind eine Konsumgesellschaft geworden, die den Wert einer Ware nicht mehr in den Vordergrund stellt. Die Folge ist, wir entsorgen auch schneller Produkte aller Art. Wir bedenken dabei nicht, wieviel Energie, wieviel Wasser und wichtige Rohstoffe dafür verwendet werden mussten. Wir regen uns über dies und das auf. Wir sollten bei uns anfangen, unser Verhalten zu ändern. Dann ist immer noch Zeit genug, sich über die Fehler anderer zu ärgern.

Wenn wir die Gier, den Neid und die Missgunst anderer gegenüber besiegen, den Mitmenschen mehr Achtung entgegenbrächten, hätten wir schon den ersten Schritt in die richtige Richtung getan.

Das mag unbequem klingen, aber wir sollten auch an die Ärmsten der Armen denken, die durch ihre Arbeit unseren Wohlstand erwirtschaften. Denken wir daran: Wir sind Teil der Natur.