Der Druck im Kessel steigt.

Immer mehr Menschen innerhalb der EU versuchen sich als Protestler. Immer mehr verstehen nicht, dass nur ein geeintes Europa nach innen wie nach außen, die zukünftigen Aufgaben lösen kann. Es ist mehr als bedauerlich, dass einzelne Opportunisten innerhalb der EU sich in erschreckendem Maße mehr dem eigenen Machtanspruch widmen, als an ein erstarktes Europa mitzuwirken. Die Gestaltung Europas braucht Zeit und Ausdauer. Viele unterschiedliche Interessen unter einem Dach zu vereinen ist keine leichte Aufgabe. Wer heute Hü sagt und morgen Hot, ist ein Stimmungsmacher, bestimmt aber kein Wegbereitet für ein Europa, das den zukünftigen Herausforderungen in großer Verantwortung begegnen kann. Wir leben in einer Zeit, die hektischer nicht sein kann. Die Menschen rücken immer dichter zusammen. Die Informationsflut nimmt ständig zu. Da liegt es nahe, dass sich gewissermaßen über Nacht große Interessengruppen bilden können, die sich durch gestreute Informationen in ihrer persönlichen Meinungsbildung beeinflussen lassen.


Die Meinungsfreiheit ist nicht verhandelbar und der Glaube an eine bessere Zukunft kann nur durch Taten gestärkt werden. Europa braucht keine Protestler, wohl aber Menschen die mitwirken wollen, dass Europa für jeden Europäer ein Stück Heimat ist. Nur dann und nur dann werden wir in der Weltpolitik ein gültiges Mitspracherecht behaupten können. Nehmen wir uns ein Beispiel an Amerika. Ein Bürger dieses Staates wird auf die Frage nach der Nationalität immer sagen: Ich bin Amerikaner. Nie aber z. Beispiel: Ich bin Kalifornier. Warum dieses Beispiel? Nun Amerika hat auch ein Flüchtlingsproblem. Und das schon seit vielen Jahrzehnten. Aber haben wir schon einmal davon gehört, dass sich einzelne Bundesstaaten vom Nachbarstaat mittels Grenzzäunen abschirmen, um den Flüchtlingsstrom zu unterbinden? Nein, aber hier in Europa zeigen wir das traurige Bild der Zerrissenheit. Ja einzelnen Staaten, die noch nicht sehr lange Mitglied der Europäischen Union sind, scheinen sich schon nach neuen Ufern zu sehnen. Zumindest aber, wie im Fall Polen und Ungarn verlässt man immer mehr die Grundwerte der freiheitlich demokratischen Rechtsordnung. Europa ist noch weit davon entfernt einen positiven Einfluss auf den Weltfrieden zu nehmen. Die Niederländer sind hier ein Beispiel dafür, wie man einer gültigen Friedenspolitik dem Boden entzieht. Das Referendum der Niederländer, betreffend Anbindung der Ukraine an Europa, hat nur Putin in seinem Machtstreben in die Hände gespielt. Begreifen wir in Europa nicht, dass Putin die Flüchtlingskrise herbeibombte? Seine Absicht war, Europa zu destabilisieren. Wer zweifelt daran, dass sein Plan aufging? Europa muss sich ganz neu aufstellen, damit wir Werte schaffen, die einen 3. Weltkrieg verhindern helfen. Nehmen wir deshalb ganz schnell Druck aus dem überhitzten Kessel und konzentrieren uns allein darauf, für ein starkes Europa neue Maßstäbe zu setzen.