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Das Problem heißt nicht Merkel

Es zeugt von Unvernunft, wenn zu jeder Tageszeit und in der gesamten Presse immer und immer wieder Merkel in den Schlagzeilen auftaucht. Nicht sie ist das Problem, sondern wir, die wir uns in unserer Urteilskraft negativ beeinflussen lassen. Bundeskanzlerin Angelika Merkel ist frei von Skandalen und Skandälchen. Sie setzt sich ein für ein geeintes Europa. Was noch wichtiger ist, sie ist bestrebt, in unserer allseits bevorzugten Egomanen Welt, das Schiff auf Kurs zu halten.


Merkel und das Flüchtlingsproblem wird zum Symbol der Zerrissenheit. Wie auch in früheren Zeiten bei Obama seinem Credo, „Yes, we can“, so wird auch jetzt der Satz von Frau Merkel „Wir schaffen das“, falsch verstanden. Auch sie hat niemals gesagt: Ich schaffe das. Ihr einziger „Fehler" ist darin zu suchen, dass Frau Merkel menschlich denkt und die Bürger Europas noch weit von einer Solidargesellschaft entfernt sind. Angst muss man nicht vor Bundeskanzlerin Merkel haben, sondern vor denen, die die AFD hochjubeln. Wer die AFD wählt, ist der Wegbereiter für ein Rechtssystem, welches wir lange schon vergessen glaubten. Das kann und darf niemals wieder unseren Lebensalltag bestimmen. Wenn man nach Frankreich blickt und auch in andere Regionen Europas, ist die Gefahr groß, das Werte einer demokratischen Grundordnung zum Auslaufmodell werden könnten. Frau Merkel ist nicht für die Fehler verantwortlich, die allein in Brüssel durch eine fehlgeleitete Europapolitik auf den Weg gebracht wurden. Leider muss man sagen, heute immer noch werden. Viele Köche verderben den Brei, So ist das auch auf die Politik Europas zu werten. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Es ist der größte Fehler, dass Europa immer noch ein zerbrechliches Gebilde ist. Noch fehlt der Wille einen Staatenbund zu bilden, in welchem sich jeder nicht nur als -Europäer fühlt, sondern jeder Bürger Europas einen gemeinsamen Pass besitzt. Europa muss deshalb nach einem neuen Namen suchen, mit einem freigewähltem Parlament, welches befugt ist, die Interessen aller Mitgliedsstaaten zu vertreten. In der Flüchtlingspolitik muss ein schnelles Umdenken erfolgen. Man muss nicht nach den Ursachen dieser Krise suchen, sondern den gemeinsamen Willen aufbringen, die Ursachen zu bekämpfen. Die Welt braucht keine Rosinenpicker. Gesucht werden Menschen mit Visionen, die Herausforderungen zu ihrer wesentlichen Aufgabe machen, um Krisen zu bewältigen. Kritiker, die um der Kritik willen sich melden, sind nicht gefragt. Laut einem Bericht von UNICEF sind Weltweit 28 Millionen Kinder auf der Flucht. Geflohen weil Krieg und Gewalt in ihrer angestammten Heimat ihnen jede Lebensgrundlage entzogen haben. Weitere 22 Millionen aus anderen Gründen, die nur sie kennen. Immer sind es aber die Lebensumstände, die ihnen keine Alternativen zur Flucht aufzeigen konnten. Bedenken sie einmal wie viele Kinder für sich und ihre Familien den Lebensunterhalt verdienen müssen. Bedenken wir auch, wie viele Menschen für ihren Lebensunterhalt nicht mehr sorgen können, weil ihnen entweder das angestammte Land entzogen wurden, oder weil die Industriestaaten ihnen alle Möglichkeiten nahmen,für ihren Lebensunterhalt selber zu sorgen. Sicher, das hört sich nicht gut an. Aber was machen wir. Wir schicken unseren Elektroschrott in Länder, in denen die Armut die Kinder zwingt, nach verwertbaren Wirtschaftsgütern zu suchen. Das, ohne das wir den Kindern aufzeigen, wie sie mit dem zum Teil hochgiftigen Material umzugehen haben. Unsere großen Fischtrawler fangen vor den Küsten Afrikas die Fische weg, die zuvor ihre Lebensgrundlagen waren. Unsere hochsubventionierten Waren schicken wir in die armen Länder, in der Meinung damit Gutes zu tun. Die Kehrseite der Medaille ist, sie verlieren dadurch ihre Arbeitsplätze, weil sie mit den Billigprodukten nicht konkurrieren können. Das alles und viele mehr können wir der Bundeskanzlerin, Frau Angelika Merkel nicht anlasten. Die AFD sollte sich mal darüber Gedanken machen, wie sie Investoren wieder in das Land holt. Auch wie sie die Abwanderung von jungen Menschen aufhalten kann. Noch eine Partei und noch eine Partei sind keine Lösungen, sondern verschlimmern nur die Situationen vor Ort. Zum Schluss haben wir noch eine Empfehlung. Wir brauchen ein geeintes Europa, weil nur darin die Kraft steckt, die wir zur Bewältigung der kommenden Herausforderungen so dringend benötigen.