Afrika muss grün werden

Um die Probleme Afrikas zu verstehen lassen wir Bilder sprechen. Bilder, wie wir sie täglich sehen können. Hier bei uns und solche aus dem großen Kontinent Afrika. Dieser ist gewissermaßen unser Nachbar und doch weit entfernt, um gemeinsam mit der Bevölkerung Afrikas das Grundproblem Wasser in den Griff zu bekommen. Helfen wir Afrika, helfen wir uns. Wir alle sind mehr oder weniger dadurch betroffen, dass durch den Klimawandel die Ausbreitung von Trockenzonen zunehmen.


In den zurückliegenden Jahren konnte man feststellen, dass sich das Wirtschaftswachstum in einigen afrikanischen Ländern gesteigert hat. Die Wasserversorgung hat dabei eine herausragende Rolle gespielt. Wasser ist gewissermaßen der Lebensnerv Afrikas. Von der Weiterentwicklung der Wasserversorgung hängt es ab, in welchem Umfang sich die Wirtschaftskraft steigern lässt. Einige Länder Afrikas befinden sich noch im Strudel der Armut. Es ist der ewige Kampf ums Wasser. Fast aussichtslos möchte man meinen, wenn man diese Bilder sieht, wie Menschen im wahrsten Sinne nach einem Strohhalm greifen. Die Armut kennt keine Lobby und nichts und gar nichts zeigt ihnen den Weg aus der Hoffnungslosigkeit.
Das muss sich ändern und es kann sich ändern, denn nicht der Mangel an Wasser ist das Problem, sondern der ungehinderte Zugang zu Wasser, da wo es gebraucht wird. Was wirklich fehlt ist der gemeinsame Wille die Ressource Wasser sichtbar zu machen. Afrika verfügt nämlich über reichlich Wasser. Laut dem Weltwasserbericht von 2012 werden von den Afrikanern nur 5 % der Wasserressourcen verwendet. Der Kontinent verfügt über ausgedehnte Feuchtgebiete und Grundwasservorkommen, die noch darauf warten angezapft zu werden. Mangelnde Infrastruktur und fehlende Rahmenbedingungen verhindern, dass die Bevölkerung auf dem Lande und auch in vielen Städten mit ausreichend sauberen Trinkwasser versorgt werden. Die politische Abhängigkeit und die wirtschaftlichen Herausforderungen sind derart komplex, dass eine nachhaltige Wasserversorgung für die Bevölkerung noch auf lange Zeit nicht gewährleistet ist.

Die Landbevölkerung ist besonders betroffen, denn da wo Wasser fehlt trocknet die Erde aus und der Anbau von Nahrungsmitteln ist nur spärlich möglich. Die Hauptlast liegt bei den Frauen, die meist lange Wege zurücklegen müssen um Wasser für ihre Familie und den Tieren herbeizuschaffen. Was hier helfen kann, ist der Weg der kleinen Schritte. Zuerst einmal eine eigenständige Wasserversorgung, die für Mensch und Tier ein Umfeld schafft in dem Ackerbau möglich ist und durch Arbeit ein Grundeinkommen erwirtschaftet werden kann. Das Zauberwort heißt: Hilfe zur Selbsthilfe. So ist es möglich, dass in zunehmenden Maße ausgetrocknete Böden wieder bewirtschaftet werden können. Wenn das geschieht ist alles denkbar um den Kontinent Afrika in eine wirtschaftlich gefestigte Zukunft zu führen. Afrika braucht uns und wir brauchen Afrika. Heute können hier Grundlagen geschaffen werden, die für viele Anwendungen in der Welt von Morgen gebraucht werden. Wer heute hier investiert sichert seinen Arbeitsplatz auf lange Zeit.