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| Lage in Port-au-Prince spitzt sich zu |
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Ja die Bilder und Informationen bewegen uns. Sie machen uns traurig, fassungslos und auch sprachlos. Ja sie treiben uns sogar die Tränen des Mitgefühls in die Augen.
Aber eine ganz wichtige Frage bewegt uns - Wer hat private Hubschrauber gebucht, deren Besitzer ihre Flugpreise innerhalb der ersten Katastrophentage von 1400 $ auf 8000 $ für einen 2 Stunden Flug anheben konnten. Waren es Personen, die wichtige Entscheidungen vor Ort treffen mussten um die Hilfsmaßnahmen einleiten zu können oder waren es Journalisten, die als erste von dem Grauen vor Ort berichten wollten? Wer, so fragen wir uns, ist für diese Kostenexplosion verantwortlich gewesen? Wer hat vielleicht Menschen die Chance genommen zu überleben? Die Hubschrauber der ersten Stunden und Tage waren die einzigen Transportmittel, die so überaus wichtig waren. Sicher wir brauchen Bilder, wir brauchen auch Informationen, aber unsere Gesellschaft muss sich auch bewusst sein, dass Menschen, die helfen wollen und auch durch ihre gemachten Erfahrungen helfen können, absoluten Vorrang haben müssen, wenn es darum geht an den Ort des Geschehens zu gelangen.
Es hilft nicht über vergossene Milch zu klagen. Was geschehen ist, ist
geschehen und nicht mehr zu ändern. Wir haben aber die Pflicht und auch
Verantwortung aus Fehlern zu lernen und zukünftigen Katastrophen mit
mehr Respekt vor dem Leben anderer, die sich unmittelbar in akuter
Lebensgefahr befinden, zu begegnen. Es fällt uns außerordentlich schwer
unseren Gedanken Ausdruck zu verleihen, aber es ist wichtig für uns
alle - es warten noch schlimmere Katastrophen auf uns. Wir werden vor
Szenarien gestellt, die einer Apokalypse gleichkommen könnten. Wir
brauchen keine Sensationen - wir brauchen aber zu jeder Zeit eine
Gemeinschaft, die bereit ist in der Stunde der größten Gefahr
solidarisch für die Lebensgemeinschaft Verantwortung zu tragen. Dazu
gehört auch, dass die Betroffenen vor Ort jede moralische Unterstützung
erhalten müssen, um zu begreifen, dass Hilfsmaßnahmen bei derartigen
Katastrophen nicht dem Wunschdenken folgen ,sondern den Gegebenheiten vor Ort anzupassen sind.
Die Betroffenen der Katastrophen, die vieles verloren haben, was ihnen lieb und teuer war, die vieles an menschlichen Leid ertragen müssen um zu überleben, brauche mehr an Informationen als wir, die wir leider doch nur Zuschauer sein können. Den Menschen, die heute Geld spenden und Hilfsgüter auf den Weg gebracht haben und denen, die sich selbst auf den Weg nach Haiti gemacht haben um zu helfen, sprechen wir unseren ganz besonderen Dank aus. Unsere guten Wünsche begleiten sie und mögen ihnen Schutz geben, denn alle diese Personen sind von Idealen getrieben sich für Menschen in Not einzusetzen. In ganz besonderer Weise danken wir auch dem Amerikanischen Präsidenten Barack Obama der einen Flugzeugträger mit Hubschraubern nach Haiti entsandt hat um durch die gesamte Logistik eines Kriegsgerätes humanitäre Hilfe zu leisten. Auch das treibt uns die Tränen in die Augen - Tränen der Dankbarkeit an einen Menschen, der gleichzeitig Präsident einer Nation ist, die, so hoffen wir, der Welt ein anderes Gesicht geben kann. Wir leben in einer Zeit in der Aufschwung und Untergang Tür an Tür stehen. Wir greifen zu den Sternen und haben doch Probleme unserer Zeit noch nicht verstanden, geschweige denn gelöst. Wir haben den Müll vor der Tür und auch schon im Weltall. Ferne Welten warten auf unsere Errungenschaften, auf die wir jedoch nicht immer nur stolz sein dürften. |
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