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Gier oder Vernunft? Drucken
Was bleibt, was siegt, um der Menschheit und Umwelt ein neues Gesicht zu geben. Zu keiner Zeit war die Gier nach Macht und Geld so sichtbar geworden wie jetzt wo die Welt wieder einmal mit banger Sorge in die Zukunft blickt. Die Finanzkrise 2008 (2009 ist noch nicht überwunden und schon ziehen wieder dunkle Wolken am Himmel der Finanzgewaltigen auf. Sind es noch die „vergessenen Schubladen“ vergangener Tage, die jetzt langsam gewollt oder nicht, geöffnet werden? Zeigt uns die viel gelobte globalisierte Welt, dass es keinen King of Economy gibt? Einfach ausgedrückt, was der eine gewinnt, verlieren andere, oft sogar viele, auch Staaten. In den letzten Jahren wurde so viel Kapital vernichtet, dass es einem schwindelig wird. Die Finanzgeschichte schaukelt sich hoch. Wie heißt ein Sprichwort - der Krug geht zum Wasser, bis er bricht.

Wie kann ein Staat sparen, ohne die Wirtschaft abzuwürgen? Die Staaten mussten doch einspringen und die riesigen Verluste in der Finanzwelt auszugleichen. Wie kann eine Wirtschaft sich erholen, wenn die Umsätze dramatisch wegbrechen? Alle Patentrezepte greifen ins Leere, solange es nicht einen gemeinsamen Antriebsmotor gibt. Stärken und Schwächen in einer globalisierten Welt verlangen nach mehr Ausgewogenheit, Wettbewerb ist gut, ein ruinöser Wettbewerb führt ins Verderben. Die Jagd aber nach dem schnellen Geld lässt die Arbeitswelt und besonders auch die Natur und Umwelt als Verlierer dastehen. Oft sind die Wege des Kapitals verschlungen und werden erst sichtbar, wenn die eine oder andere Blase platzt. Gurus, Ratingagenturen spielen Schicksal indem sie das Marktgeschehen nach oben, wie auch nach unten prognostizieren. Gibt es doch tatsächlich aus gewissen Kreisen Andeutungen, dass sich der Geldpreis auf 10.000 $ je Unze Feingold hinbewegen könnte. Man darf sich das nicht einmal vorstellen, was das für eine weltweite Talfahrt in Gang setzen könnte. Auch wenn man solche Szenerien ausblendet, bleibt doch die Verunsicherung mit Blick auf Politik, Wirtschaft und Finanzen sehr groß.
 
Aus gemachter Erfahrung der letzten Jahre muss man befürchten, dass das Grundrecht auf Eigentum in Gefahr ist, ja in einigen Fällen auch schon ausgehebelt wurde. Die modernen Finanzinstrumente, insbesondere durch Verbriefung von Eigentum lösen die Verantwortung des Einzelnen zu seinem Eigentum indem diese kollektiviert undanonymisiert verpfändet werden um zu handelbaren Kreditgarantien den Finanzmärkten zur Verfügung gestellt wurden bzw. noch werden. Die Finanzwelt muss sich wieder mehr dem Bürger, der Wirtschaft und somit dem Gemeinwohl zuwenden um dauerhaft den wachsenden Anforderungen in der Zukunft standhalten zu können. Die Welt der Arbeit ist der Grundstock, aus dem sich unser Leben aufbaut, nicht die Jagd nach dem schnellen Geld.

Unsere Natur und Umwelt bedarf unserer größten Aufmerksamkeit. Wir dürfen nicht mehr die Ressourcen an Bodenschätzen und all das was unser Leben heute wertvoll macht, einfach nur plündern. Wenn jeder für sein Tun Verantwortung trägt und sich nicht in der Masse versteckt, wird schnell merken, wie lohnenswert der schonende Umgang mit der Natur, der Umwelt und aller Lebensformen sein kann. Wer der Gier nach Geld und Macht unterliegt, ist zu Feige die wirklichen Werte des Lebens zu ergründen.


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