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Die Jugend sucht Arbeit - die Alten auch. Drucken
Als Habib Bourguiba noch Präsident von Tunesien war ging die Bevölkerung auf die Straße um gegen eine Erhöhung der Brotpreise zu protestieren. Jetzt, fast 25 Jahre später, ist Tunesien im Umbruch. Der Präsident Ben Ali ist geflohen und wird jetzt international gesucht. Die Jugend war es, die den Aufstand probte und gewann, weil es zum Schluss das ganze Volk so wollte. Frei sein, ohne politischen Druck, der schier unerträglich wurde.
 
Jetzt folgt das Volk von Ägypten dem Ruf nach Freiheit und auch jetzt war und ist es die Jugend, die den Anstoß zu einer Massendemonstration gab. Auch sie ist es, die nicht mehr in Armut und Arbeitslosigkeit verharren will. Vetternwirtschaft, Korruption und die unstillbare Gier nach Geld und Macht hat der heranwachsenden Jugend die Angst genommen gegen ein System Mubaraks aufzubegehren, welches vorrangig nur auf die Machtinhaber ausgerichtet war.

Für beide Länder und ihre Bevölkerung wird es ein langer Weg sein bis sich zeigt was der Wille des Volkes ist. Frei sein bedeutet viel und nichts. Frei sein kann man nur, wenn der Wille durch Taten zum Ausdruck kommt, die zeigen, dass man gemeinsam nach Lösungen sucht. Ägypten probte immer noch den Aufstand bis zum 11.2. 2011. Dieser Tag geht in die Geschichte ein, denn Präsident Mubarak ist offiziell zurückgetreten und hat das Zepter vorübergehend an das Militär abgegeben. Das Militär verspricht freie Wahlen. Was das bedeutet, werden die nächsten Monate zeigen. Für eine demokratische Neuorientierung fehlt es an gewachsenen Strukturen und auch an Erfahrung, wie diese von der Bevölkerung angenommen werden. Für die Politiker, besonders aber auch für die dort lebenden Menschen muss erst einmal ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. Das geschieht nicht von Heute auf Morgen. Dann muss sich auch zeigen, welche Rolle Ägypten international in Zukunft spielen will und kann. Ägypten ist international anders einzustufen als Tunesien. Ägypten ist das Nadelöhr zu einem freien Welthandel. Nur wenn der Sueskanal wie bisher der internationalen Schifffahrt zur Verfügung steht, kann Ägypten mit dem notwendigen Kapital rechnen, welches das Land durch die Kanalgebühren einnimmt. Weiterhin muss der Staat seine ausgleichende Haltung im Nahostkonflikt ausbauen. Nur wenn beides auch das Ziel einer zukünftigen Regierung ist, kann das Land eine wichtige Rolle bei der Friedenswiederherstellung in einer Region spielen, die immer noch von Krieg und Zerstörung geprägt ist. Das wären die Voraussetzungen dafür, dass das Volk in Ägypten in Ruhe an seine internen Aufgaben herangehen kann, um auch der Jugend die Tür zu öffnen für eine wirtschaftlich und sozial ausgewogene parlamentarisch gewählte Demokratie.

Die Jugend sucht Arbeit,

das gilt aber auch für Länder die eigentlich zu den so genannten Wohlstandsländern gehören. Dazu kommen Länder wie Griechenland, Portugal, Spanien, England, Irland, die immer noch mit der Finanz.- und Wirtschaftskrise zu kämpfen haben. Die Mittelmeerländer werden jedoch zusätzlich mit einem schier unlösbaren Problem überladen, welches sich aus der unkontrollierten Einwanderung von politisch und/oder wirtschaftlich motivierten Flüchtlingen ergibt.
 
Das Problem Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen ist ein nachhaltiges Problem. Die Lebenserfahrung fehlt, der Umgang mit Menschen in der Arbeitswelt. Die fehlende Motivation durch fehlende Erfolgserlebnisse. Der fehlende Zuspruch aber auch durch Kollegen und Vorgesetzte. Einfach ausgedrückt - das fehlende Bewusstsein gebraucht zu werden. Dazu muss mehr denn je berücksichtigt werden, dass viele Jungendliche bevor sie in einen Arbeitsprozess eingegliedert werden mit zahlreichen negativ verlaufenden Bewerbungsabläufen konfrontiert sind. Wenn z.B. ein junger Mensch immer wieder feststellen muss, dass er auf seine zahlreichen Bewerbungen keine Antwort oder wenn einmal ja, eine Absage kommt, ist bei einigen Jugendlichen eine negative Grundhaltung zur Arbeitswelt festzustellen. Die Jugendlichen müssen frühzeitig an die Arbeitswelt herangeführt werden. Talente müssen früher erkannt und im besonderen Maße gefördert werden. Wenn immer wieder beklagt wird, dass es an Fachkräften fehlt, dann ist die Ursache darin zu finden, dass es an der Vorbereitung auf ein Berufsbild fehlt. Die Jugend will arbeiten, zumindest ist das die Regel. Was fehlt ist die Begeisterung für einen Beruf.
Früher war das einfacher: der Vater oder die Mutter hatten einen festen Arbeitsplatz. Ein sicheres Einkommen bis hin zur Rente. Als Beispiel dafür kann man anführen, was früher die Kruppianer sagten. „Einmal bei Krupp - immer bei Krupp“ Da war es für die heranwachsende Jugend leicht sich ein Berufsbild aufzubauen. Man lernte von den Eltern und wuchs wie selbstverständlich in einen Beruf hinein. Der „Fachmann“ war geboren.

Heute zählt das in der Regel nicht mehr. Das Berufsbild der Eltern ist oftmals im Wandel. Das Wort "sicherer Arbeitsplatz" verliert immer mehr an Bedeutung. Wirtschaftliche Schwankungen, der Konkurrenzdruck und viele andere Faktoren, die z. Teil auch positiv sein können, verändern unsere Arbeitswelt. So gesehen kann sich der Jugendliche nicht mehr frühzeitig auf einen Beruf festlegen. Natürlich gibt es viele, die das reibungslos können, von denen reden wir hier nicht. Wir reden von denen, die eine Arbeitsstelle suchen. Die eigentlich kein Berufsbild kennen um sich darauf festzulegen und was noch wichtiger ist sich darauf vorzubereiten. Diesen Jugendlichen fehlen Vorbilder, auch Gesprächspartner mit denen sie nach Antworten suchen können.
 
Die „Alten“ suchen Arbeit!
 
Die „Alten“. Ab wann ist man alt? Man ist solange nicht alt wie man seine Zukunft fest im Blick hat. Träume hat, die man noch verwirklichen möchte. Nicht abtreten in den Ruhestand, der oftmals nur von Langeweile geprägt ist. Ein nicht ausgefüllter Lebensabend macht einsam, oft auch krank und verkürzt das Leben.
 
In der jetzt globalisierten Welt birgt das Alter Chancen und Risiken zugleich. Chancen für den, der die Herausforderungen der Zeit annimmt und Risiko für den, der sich auf evtl. von außen diktierte Veränderungen nicht rechtzeitig einstellt. Im Leben gibt es nicht immer nur ein Nein. Nein heißt sich gehen lassen, sich aufgeben gegen eine Zeit, die man nicht mehr verstehen will. Ein Nein birgt bei näherer Betrachtung jedoch die Chance gegen die Zeit aufzustehen, nicht zu murren, sondern sich den Gegebenheiten anzupassen. Machen Sie es sich zum Prinzip, ein Nein ist nur ein Nein, wenn man zu sich selber nein sagt. Das wollen sie doch nicht, oder? Schaffen Sie sich Vorbilder, suchen Sie nach ihnen und lernen sie daraus für IHR LEBEN. Arbeitslosigkeit ist der Fluch unserer Zeit, arbeitslos zu sein birgt die Gefahr in Panik zu verfallen, sich ausrangiert zu fühlen. Arbeitslos zu sein ist keine Schande, sondern stellt einen frei für andere Aufgaben. Sich zu fragen - warum bin ich arbeitslos genügt nicht. Fragen sie sich besser, was habe ich zu bieten, wo kann ich meine Fähigkeiten einsetzen. Lernen sie sich jeden Tag besser kennen und trauen sie sich mehr zu als ihnen jetzt bewusst ist. Das ist ihre Chance. Besonders aber hören sie nicht dauernd auf ihr Umfeld, die tausend negative Äußerungen bereithalten. Denken sie daran, es ist ihr Leben, ihre Zukunft. Nur sie allein können aus einem Nein ein Ja machen. Wenn sie diese Einstellung zur Lebensphilosophie machen, gelingt es ihnen jeden Tag mehr an ihren Erfolg zu arbeiten. - Und oft ist es zum Erfolg nur ein kleiner Schritt.

Unser Konzept 1 + 1

Es ist der Moment der Entscheidung, der für jedes Alter der wichtigste im Leben ist.
Ja sagen und nein meinen bringt keinen weiter und ganz besonders Sie auch nicht.
Also klares Ziel, klare Kampfansage an das eigenen Ich - Ich will Erfolg haben. - Und nichts anderes zählt - Ich will Erfolg haben.

Verstanden?

1 zählt für die Jugend + 1 zählt für die „Alten“.
Der Übergang ist fließend und was zählt ist nicht das biologische Alter, sondern der Wert an Erfahrungen und Kenntnissen. Beide Gruppen haben jedoch eines gemeinsam. Sie fühlen sich ausgegrenzt und hilflos Eigeninitiative zu entwickeln. Man könnte das als Krankheit bezeichnen und dagegen kann man gemeinsam was tun, wie die vielen Selbsthilfegruppen erfolgreich bewiesen haben.

Wir führen zusammen, was zusammengehört. Wir schaffen den Dialog zwischen Jung und Alt. Wir bauen Gegensätze ab und bilden aus unterschiedlichen Meinungen und Erfahrungen Gemeinsamkeiten. Wir arbeiten zur Zeit an einem Programm, welches das Unmögliche möglich machen wird. Wir wollen für Sie eine Aktie für die Zukunft sein.


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