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Amerika gab uns Europäern den Marchallplan! Drucken

Am 5. Juni 1947 schlug der damalige Außenminister George C. Marshall 
George C. Marshall  das Europeen Recovery Program (ERP) vor. Das ERP hatte ein ehrgeiziges Ziel nämlich den wirtschaftlich heruntergekommenen Ländern Europas und ganz gezielt den deutschen Besatzungszonen wieder auf die Beine zu helfen. Damit beabsichtigte Amerika insbesondere die Ausbreitung des Kommunismusses zu verhindern. Bedingung der Verwirklichung dieses Planes war lediglich, dass die Europäer sich zu einem gemeinsamen Wirtschaftplan einigen sollten. Zu diesem Zweck wurde im Juli 1947 die Marshall Konferenz in Paris abgehalten an der sich 16 europäische Staaten beteiligten. Schon damals wurden auch andere osteuropäische Staaten zu dieser Konferenz eingeladen; mussten dem Treffen jedoch wegen dem Druck, der die UdSSR auf sie ausübte, fernbleiben.

12,4 Milliarden Dollar wurden in der Zeit zwischen 1948 und 1952 in Form von Krediten, Waren, Rohstoffen und Lebensmitteln seitens der USA zur Verfügung gestellt. Aus diesem Betrag erhielt Westdeutschland 1,5 Milliarden USD.
Wichtige deutsche Wirtschaftszweige wie der Kohlebergbau und die Energiewirtschaft erhielten dadurch die nötigen Wachstumsimpulse und schoben dadurch die gesamte deutsche Wirtschaft an. Das daraus resultierende westdeutsche „Wirtschaftswunder“ führte zu einem Aufschwung wie ihn niemand vorherzusehen wagte.

Später kam dann die Zeit der Rosinenbomber und wieder waren es Amerikaner die eine rettende Idee für Westberlin bereithielten. Am 1. April 1948 verhängte die damalige Sowjetunion eine totale Blockade rings um Westberlin. Somit war die gesamte Bevölkerung Westberlins von allen Versorgungsgütern abgeschnitten. Am 23. Juni 1948 flog daraufhin der US amerikanische Zivilpilot Jack O. Bennett auf Anweisung von General  Clay eine mit 720 Tonnen Kartoffeln beladene Transportmaschine nach Berlin. Weitere dieser Flüge folgten. Schon zwei Tage später wurde außerdem, durch General Clay, die Berliner Luftbrücke ins Leben gerufen und schon am 28. Juni flog das erste Flugzeug der US amerikanische Luftwaffe zum Berliner Flughafen Tempelhof. Kurz darauf schlossen sich die Briten an und so musste nach einer Lösung gesucht werden, die die gesamten Transportabläufe in geordnete Bahnen lenken konnte. Am Anfang ging man von einem Frachtaufkommen von 750 Tonnen pro Tag aus. Berlin benötigte jedoch mehr. Alles Überlebensnotwendige musste durch Flugzeuge eingeflogen werden. Dank der Neuorganisation durch General William H. Tunner der einige Wochen später die Organisation von Wiesbaden aus übernahm, konnte die Transportmenge schon einen Monat später auf 2000 Tonnen pro Tag gesteigert werden. Es war eine schier unglaubliche logistische Meisterleistung, die es ermöglichte, dass Mitte April 1949 innerhalb von 24 Stunden und 1398 Flügen, 12.849 Tonnen an Fracht für die Berliner ausgeliefert werden konnten. Diese Frachtmenge zu bewältigen stellte Amerikaner, Briten aber auch Berliner, die bei der Entladung der Maschinen eingesetzt wurden, vor die grösste Herausforderung ihrer Zeit. Die gesamte Grundnahrung musste eingeflogen werden, aber auch Benzin, Kohle und Medikamente. Es war eine verschworene Gemeinschaft von Hilfsbereiten, die sich um das Wohl der westdeutschen Stadt Berlin kümmerten.

Aufgrund dieser Solidarität mussten auch die Sowjets erkennen, dass eine weitere Blockade sinnlos wäre und somit wurden die Transportwege im April 1949 zu Wasser und zu Lande wieder freigegeben. Heute sollten wir Europäer und im besonderen wir Deutschen uns an diese Hilfsbereitschaft erinnern. Sicher war diese nicht nur ein Akt der Menschlichkeit, sondern auch politisch gewollt. Doch ohne diese wäre unser Leben anders verlaufen. Menschen halfen Menschen, Menschen nahmen dafür Entbehrungen in Kauf, opferten sogar ihr Leben.

Aber auch folgendes kam aus Amerika - die Lehman Brothers Pleite.
Viele gutgläubige Anleger, auch große Institutionen wie Banken, Versicherungen Pensionskassen, verstreut über die ganze Welt, verloren Beträge in Milliardenhöhe. Als wäre das nicht schon schlimm genug gewesen, setzte der Madoff-Skandal noch einen oben drauf. Ein einzelner Mann mit einer Reputation, wie diese nicht besser hätte sein können, schröpfte seine treuen Anhänger um ca. 50 Milliarden Dollar. Er muss wohl ein Genie gewesen sein. Der New Yorker Börsenmakler Bernard Madoff führte alle über viele Jahre an der Nase herum: Banken, Versicherungen, Pensionskassen u.v.a. aus vielen Ländern - und wohlhabende superreiche US Bürger. Dieser Topmann der Finanzwelt täuschte sogar die amerikanische Finanzaufsicht. Das schnell verdiente Geld lockte alle, ob kleine oder große Anleger.
Zahlreiche Banken in Amerika mussten ihre Pforten schliessen und viele Großanleger, wie Versicherungen verloren gar unvorstellbar hohe Geldbeträge, so dass teilweise Regierungen, wie die der USA, mit Milliardensummen einspringen mussten um einen Finanzkollaps ungeahnten Ausmaßes zu verhindern. Stützungsaktionen sind notwendig geworden und immer noch sind weitere Finanzlöcher zu erwarten. Ob durch diese Finanzkrise ausgelöst oder durch Fehler im Management großer Firmen, speziell in der Autobranche wurde auch die Wirtschaft stark getroffen.

Wenn wir jetzt in dieser wohl schlimmsten Zeit einer weltumspannenden Finanz- und Wirtschaftskrise nach neuen Wegen suchen, sollten wir uns ein Beispiel an einem Mann nehmen, der bereit ist eine Nation wieder zu neuen Ufern zu führen. Wie sagte Präsident Barak Obama in Prag - wir wollen gemeinsam mit allen Nationen zusammen arbeiten für mehr Wohlstand in einer freien und gerechten Welt. Seine Vision und hoffentlich auch unsere über alle Grenzen hinweg - eine atomwaffenfreie Welt.

Für jeden, der diese Waffe einsetzen will und es in die Tat umsetzt muss klar sein, dass ein tiefer Abgrund auf uns alle wartet.

Nur wenn wir leben, können Menschen aller Rassen, Religionen und unterschiedlicher Weltanschauungen auch Freunde werden. Dass so etwas möglich ist, zeigt z.B. die Berliner Luftbrücke aber auch der internationale Beistand nach unvorstellbaren Naturkatastrophen weltweit.

God bless Amerika, God bless the whole World.


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