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Bild © Isabelle Lindner
Auch wir konnten uns nicht vorstellen,
wie schlimm Wetterkapriolen sein können. Verfolgt man jetzt die Bilder, die uns täglich aus Pakistan, China, Polen, Tschechei und fast schon besänftigend jetzt in den deutschen Flusslandschaften über die Bildschirme uns nahe gebracht werden, so kann man sich doch das menschliche Leid nur andeutungsweise vorstellen. Es muss einfach grausam und unbeschreiblich sein, wie die dort lebende Bevölkerung nicht nur um ihre Existenz gebracht wurden oder werden, sondern vor bedrohlichen Situationen gestellt sind, die man nur dann in dem vollen Ausmaß aufnehmen kann, wenn man selber in eine derartige Lage gebracht wird. Kein Dach überm Kopf, zum Teil Angehörige oder Freunde verloren und nicht wissen, woher man das Trinkwasser bezieht oder gar Nahrungsmittel findet um diesem Chaos mit einer innerlichen Kraft begegnen zu können. Die Ohnmacht der dortigen Bevölkerung muss zum Teil grenzenlos sein. Ja, wir sehen Bilder, aber die Wirklichkeit wird weit über das hinaus reichen was uns Bilder jemals vermitteln können. Man findet keine Antwort und man findet auch keine Schuldigen, denn hier sind wir alle schuld. Schuld deshalb, weil wir nicht hinhören welche Antworten uns die Natur geben will auf das was wir tun.
Wir haben schon lange dieses Thema verfolgt und ahnen schon jetzt welche grausamen Bilder noch auf uns warten werden. Denken Sie nur an die vielen Katastrophen in der jüngsten Vergangenheit, dann wissen Sie auch, dass wir mit Geld und Hilfsmaßnahmen dieses Leid nur mit einem Tuch der Unschuld überdecken können. Aber so können wir unsere Schuld nicht abtragen. Wir müssen unsere Gewohnheiten ändern und mehr daran denken, dass was wir jetzt tun oder nicht tun, zu einer späteren Zeit uns im Guten oder Negativen Sinne die Natur beschert. Die Natur vergisst nichts und das Klima ist zum Teil nur durch unser Vergessen oder Verdrängen verursacht. Weiter so, ist der Weg ins Verderben. Was heute in den oben beschriebenen Regionen bzw. Ländern an Unwettern geschieht, kann jederzeit in einem noch schlimmeren Ausmaß uns Wiederfahren.
Ach, Herr je, und Gott die Schuld geben ist nicht der Weg den wir zukünftig einschlagen sollten. Unser Fehlverhalten in vielerlei Hinsicht unter Missachtung der Naturgesetze wird uns noch schlimmere Katastrophen bescheren können. Wir fragen uns, wann der Mensch bereit ist die Verantwortung für ein sinnvolles Leben über das eigene Ich hinaus übernehmen will.
Sturm und Donner
Blitze, so schlimm wie noch nie.
Regen, Regen, Regen und das oft tagelang Schaut hin die Hitze kommt,
die Kälte geht und doch, schon morgen kann es anders sein.
Hört, Ihr Leut und lasst Euch sagen die Stunde schlägt, gleich ist es
Mitternacht. Oder meint Ihr es ist jetzt 5 vor 12? Recht habt Ihr,
reibt die Augen Euch ganz schnell.
Das Ungemach kommt rein von Osten, nein jetzt aus dem Westen.
Potzblitz - was sag ich, nein, der Wind, der dreht sich wie die Uhr. Mal
säuselt er; umweht ganz leicht dein Haar, du merkst es kaum. Mal kommt
er daher im Sauseschritt, nimmt mit den Hut, den du soeben hast
erstanden.
Doch jetzt wird‘s ernst, die erste Dachziegel kommt geflogen. Hui!
Was ist das jetzt ein Sturm, er bläht sich auf zum tosenden Orkan, deckt ganze Dächer ab, zerstört auch viele Scheiben, Bäume stürzen reihenweise, zerstören Autos, legen Eisenbahnen lahm. Srommasten knicken, die Kabel brechen und peitschen funkensprühend durch die Luft bis der Strom wird abgeschaltet. Ganze Ortschaften, Landstriche bis hin zu Metropolen müssen jetzt auf den Strom verzichten. Menschen frieren oder schwitzen, der Kochherd ist nutzlos. Sämtliche Maschinen und Geräte im Haushalt oder in der Industrie - sie stehen still.
Wer jetzt am Wasser wohnt ganz nah, hat auch noch mit der Wasserflut zu kämpfen. Das bloße Entsetzen steht den Menschen ins in Gesicht geschrieben. Wer kann uns jetzt noch helfen?
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