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Pazifik Inseln in Gefahr Drucken

Meer
  Bild © Isabelle Lindner

Der Untergang einiger Inseln im Süd und Westpazifik ist nicht mehr aufzuhalten. Viele sind schon jetzt so bedroht, dass zumindest zeitweise die Inseln vom Meer überschwemmt sind und die Menschen dort für eine gewisse Zeit ihre angestammte Heimat verlassen müssen.

Doch die Gefahr eine Insel, und es sind viele, an das Meer zu verlieren ist enorm groß.  Für die betroffenen Menschen ist es kein Trost, dass man als Verursacher dieser sich anbahnenden Katastrophe den Klimawandel anführt. Die Inselbewohner verlieren dann nicht nur ihre Heimat, sondern ihre gesamte Lebensgrundlage. Teils leben sie vom Tourismus, der schon heute zurückgeht, teils verlieren sie Land, welches für ihre Ernährung wichtig ist und auch das wirtschaftliche Auskommen sichert.

Als dramatisch muss man die Situation für die Marshall Inseln bezeichnen. In den letzten 10-15 Jahren hat sich das Meer hier um ca. 40 Meter dem Kernland genähert und die Bewohner müssen Jahr für Jahr mit ansehen, wie das Meer ihnen noch mehr Land wegnimmt. Auf den Marshall Inseln, die als Frontlinie des Klimawandels gelten, zeigt sich das ganze Ausmaß der sich anbahnenden Katastrophe: umgestürzte Bäume und immer weniger Anbaufläche für die Bananenplantagen. Die Gefahr vom Meer vertrieben zu werden ist so greifbar, dass sogar der Präsident der Malediven (Indischer Ozean) in Betracht zieht für seine Mitbürger ein neues Domizil zu suchen. Der Präsident spricht davon, dass noch innerhalb dieses Jahrhunderts eine Notwendigkeit dazu bestehen könnte.

Aber auch in unseren Regionen geht die Angst um, dass das Meer bei einigen kleineren Inseln in der Ägäis immer weniger Küstenstreifen verschont. Teilweise kommt das Meer sehr nahe an die Häuser heran oder diese wurden sogar vom Meer weggespült. Keiner darf mehr den Klimawandel in Frage stellen - und keiner darf mehr sagen, dass der Klimawandel erst spätere Generationen betrifft. Der Klimawandel ist da, und zwar in allen Regionen dieser Welt. Wenn wir den Wandel aufhalten wollen, so ist es jetzt an der Zeit zu handeln und nicht erst in 10 oder 20 Jahren. Bei den Inseln und Küstenländern haben wir jetzt schon zu viel Wasser, wenn auch nicht trinkbar - in anderen Regionen fehlt uns Wasser - trinkbares Wasser. Ertrinken oder verdursten, wo ist da der Unterschied.
Unser Las Vegas ist die Erde - wir können gewinnen oder verlieren.




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